Anton, oder nichts lässt sich vorhersagen!
Immer wieder erstaunlich, der Hund dessen Tod man als Erstes befürchtete, hat alle anderen Hunde überlebt. Vor 3 Jahren hätte niemand gedacht, dass z.B. Lucy mit ihren 5,5 Jahren vor Anton oder Boris stirbt. Boris wurde immerhin 12 Jahre und Anton fast 11 Jahre (am 04.12.05 wäre er 11 geworden). Das Schlimmste für mich war, dass ich Gott spielen musste. Ich musste entscheiden, ob die Schmerzen so stark sind, dass sein Leben nicht mehr lebenswert ist. Wer gibt mir das Recht dazu? Bei Lucy erfuhr ich während der OP, dass die Metastasen alle inneren Organe schon zerfressen hatten und es keine Chance auf Heilung gab. Boris rannte in den Garten und fiel plötzlich um. Ich trug ihn ins Wohnzimmer und eine halbe Stunde später war er tot. Da war keine Entscheidung zu treffen!
Vor den Politikern konnten wir sie schützen, vor dem Krebs nicht !
Das ist wohl die unangenehmste und schmerzlichste Begleiterscheinung in der Haustierhaltung, die jeder versucht zu verdrängen, der Tod des Tieres.
Da hat man eben noch den Welpen abgeholt, erinnert sich daran wie er mit 8 Wochen auf der Hand sitzen konnte und man denkt schmunzelnd an die Schandtaten, die das kleine Monster angestellt hat, während es zum ausgewachsenen Hund heranreifte.Man ist sich bewusst, dass unter normalen Bedingungen, der Tod des Tieres aufgrund seiner Lebenserwartung ein Ereignis ist, dass man miterleben wird. Um so schwerer fällt die Erkenntnis, dass nichts vorhersehbar ist. Altersbedingt gingen wir immer davon aus, dass wir uns von den "alten" Rüden zuerst verabschieden werden, aber krankheitsbedingt verließen uns zu erst die "jungen" Hündinnen. Wenigstens mussten sie nie in ihrem Leben die Erfahrung machen, mit einem Maulkorb spazierenzugehen. |